HSV-FaClub Matz ab

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 „ Wir müssen alles daransetzen, den Mist, den wir verbockt haben, wieder gerade zu rücken“

das waren mit die ersten Worte von „Hotte“ Horst Hrubesch bei seinem Amtsantritt als Interimstrainer nach der Beurlaubung  von Daniel Thioune. Nun soll der Siebzigjährige drei Spieltage vor Saisonende das Unmögliche möglich machen: den Aufstieg. Wer damit immer noch nicht kapiert hat, welches Armutszeugnis sich die Bosse ausgestellt haben, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Was jetzt schon gewiss ist, das es mit Hrubesch an der Seitenlinie einen neuen Quotenrekord für Sky in der 2. Liga geben wird.

Ständiger Misserfolg, Trainerwechsel und sich wiederholende Durchhalteparolen hat mich mehr und mehr HSV-Müde gemacht und hin - und hergerissen, ob ich den HSV zum wiederholten Male bis zum bitteren Ende begleiten oder mich doch lieber einer der Gesundheit besser verträglichen Beschäftigung widmen soll. Folglich empfinde ich die mir selbstauferlegten Chronistenpflicht in Sachen HSV-Begegnungen mehr und mehr als Bürde, die der Mühe nicht ohne weiteres wert ist. Wie auch immer - verbietet mir der Anstand, den letzten Akt nicht zu verfolgen bis der Vorhang fällt.


Ich kann mich auch nicht mit der Ansicht von dem einen oder anderen Anhänger anfreunden, der den HSV in der kommenden Saison auch gerne in Liga zwei sieht, weil mit Vereinen wie z. B. St. Pauli, 1. FC Nürnberg, Hannover 96, Schalke 04 und den potentiellen Ab- bzw. Aufstiegskandidaten aus Liga 1 und Liga 3 die Liste der Traditionsvereine lang   Ist und man sich man möglicherweise eher nach einem Nordderby gegen Bremen in Liga 2 als nach einem Bundesliga-Duell in Leipzig sehnt.

Nun zu der Begegnung gegen den Club aus Nürnberg. Anders als im Vorjahr müssen sie im Frankenland nicht um den Klassenerhalt bangen. Der 1.FC Nürnberg hat sich letztlich ohne großes Zittern für ein weiteres Jahr in Liga zwei qualifiziert. Die Elf von Trainer Robert Klauß spielte zuletzt schon befreit auf und könnte theoretisch sogar noch einen gewaltigen Satz nach vorn machen. Bei drei ausstehenden Spielen könnte es bis nah ans erste Drittel des Zweitliga-Tableaus gehen. Doch die Nürnberger haben sich diesbezüglich nichts konkretes vorgenommen. "Wir schauen jetzt nicht mehr so auf die Tabelle, sondern wollen einfach punkten", erklärt Klauß. "Wir haben in den letzten Wochen viel Selbstvertrauen gesammelt und möchten Hamburg, Bochum und auch Hannover ärgern." Allerdings haben die Clubberer erhebliche personelle Sorgen.

Hrubesch kann bis au die verletzten Ambrosius und Hunt mit dem vollen Kader arbeiten, wobei noch bei Dudziak nach seiner Antibiotika-Einahme noch ein Fragezeichen steht. Jetzt geht es nicht um irgendwelche taktische Feinheiten, vielmehr verbindet man mit ihm, dass er mit seiner direkten Art der Mannschaft nach zuletzt trostlosen Leistungen wieder Selbstvertrauen einflößt. Wenn er mit seiner Erfahrung der Truppe den Spaß und dann noch erfolgreichen Fussball zurück bringt, muss man sehen inwieweit noch ein mittelschweres Fussballwunder eintrifft.