HSV-FaClub Matz ab

          since Nov. 2011  

 

 



Zwei Städte, zwei Vereine - Ein Fluss, eine Freundschaft


Die beiden Städte Dresden und Hamburg verbindet schon lange eine wahre Freundschaft. Seit 1987 sind beide Elbmetropolen ganz offiziell Partnerstädte, wodurch verstärkt Austausche vorwiegend im kulturellen Bereich statt finden. Manch einer wird sich vielleicht noch an die Hochwasser 2002 und 2013 erinnern, wo insbesondere Hamburg neben Gerätschaft  und  Personal  insbesondere finanziell Dresden  großen Hilfe zukommen ließ. Im Juli 2013 kam es in Dresden zwischen Dynamo Dresden und dem HSV um Kapitän van der Vaart zu einem Benefizspiel zugunsten der Flutopfer, was 4 :0 für Dynamo endete.


Hamburger SV gegen Dynamo Dresden

In der Folgezeit trafen beide Vereine noch dreimal aufeinander - im DFB-Pokal holte sich der HSV eine 4 : 1 Klatsche ab, während die beiden Punktspiele mit 0 : 1 und 2 : 1 vom HSV gewonnen wurden.
Wenn am Sonntag unsere Rothosen auf einen der erfolgreichsten und populärsten Verein der DDR, mehrfacher Meister und Pokalsieger, im heimischen Volkspark trifft, wird es mit Sicherheit nicht freundschaftlich zugehen. Zudem kann die Ausgangslage und Zielsetzung beider Vereine nicht unterschiedlicher sein. Während Dynamo nach dem Abstieg in der Saison 19/20 den sofortigen Aufstieg schaffte und als Saisonziel vornehmlich den Klassenerhalt ausgab, versucht der HSV mit Trainer TIm Walter im vierten Anlauf den Aufstieg.

Die Sportgemeinschaft aus Dresden ist zurück in der 2. Liga.  Wie ich schon erwähnte, geht es einzig und allein darum, den Klassenhalt einzufahren. Gemeinsam mit Rostock, Ingolstadt, Aue und Sandhausen gehört für mich die SGD zu den heißen Kandidaten auf einen möglichen Abstieg. Daran ändert aus meiner Sicht auch nicht das hoch verdiente 3 : 0 im Auftaktspiel gegen die Ingolstädter, die zumindest in diesem Spiel jegliche Konkurrenzfähigkeit für Liga zwei vermissen ließ. 
Geschäftsführer Sport Ralf Becker, in der Saison 2018/19 beim HSV , hat bisher einen sehr jungen Kader zusammengestellt, der sich vorwiegend aus Spieler aus dem Nachwuchs des ein oder anderen Bundesligisten zusammensetzt. Auch wenn sicher noch der ein oder andere Spieler die Schwarz-Gelben verlassen wird, dürfte das am Altersdurchschnitt von 24,7 Jahren im Schnitt nicht viel ändern.
Wenn es mit dem Klassenerhalt klappen soll, muß man meiner Meinung nach den Fokus wieder auf die Heimspiele legen. In Liga 3 gehörte die SDG zu den heimstärksten Teams. Folglich muss Dynamo im heimischen Stadion wieder reichlich punkten. Dabei wäre natürlich wichtig, dass kontinuierlich Fans ins Stadion gelassen werden, die für die SGD so wichtig sind.

Das der HSV mit Tim Walter einen „ ganz besonderen“ Trainer mit einer besonderen Spielphilosophie verpflichtet hat, war schon in den Testspielen und letztendlich im Spiel auf Schalke erkennbar. Walter nennt es u. a. zielorientierter Ballbesitz, im Netz wird es als Harakiri oder Radikal-Offensive genannt. Für den objektiven Betrachter ist diese Spielweise äußerst unterhaltsam, für uns Anhänger dürfte der Konsum von Baldrian und oder Beruhigungsmittel sprunghaft steigen. Für mich, der gegen den Ball  getreten hat und danach lange Zeit als Trainer tätig war, wird es maßgeblich für den Saisonverlauf sein, wie weit die Mannschaft das anspruchsvolle Walter-System auf Dauer annehmen und es auch bei zu erwartenden Misserfolgen nicht in Frage stellen wird. 

Es war im März 2020 ( HSV - Jahn Regensburg ), wo ich letztmalig ein Spiel vom HSV live verfolgen konnte. Ich freue mich schon wie Bolle, trotz der erforderlichen Hygiene-Auflagen wieder den HSV im heimischen Volkspark auflaufen zu sehen. Es wird eine neue Erfahrung sein, wie die Stimmung unter den im Stadion  schachbrettartig sitzenden 17.000 Fans sein wird. Ich richte mich auf ein Spiel mit hoher Balldominanz vom HSV ein, werde ab er sicherlich bei der einen oder anderen sich ergebenen Kontermöglichkeit der SGD unruhig auf dem Sitz rumrutschen. Personell wird Walter zumindest Kittel in die Startelf beordern. Wer dafür weichen muss, wird man sehen. 
Bei allem Respekt vor Dynamo, die Qualität des Kaders ist mit dem vom Schalke nicht vergleichbar, sodass für mich die 3 Punkte im Volkspark bleiben.